Pfötchen-Atelier
  Geschenk
 

Felltypen

Welcher Typ ist Ihrer?

Bei Hunden haben Evolution und Züchtungen im Verlauf der Zeit eine Vielzahl an Fellvarianten entwickelt. Den grundsätzlichen Aufbau aus einem weicheren, kürzeren Unterfell (Wollhaaren) und dem längeren, festeren Deckhaar (Grannenhaare) teilen sich jedoch die meisten.

Über kurz oder lang

Bei einem kurzhaarigen Hund misst die Länge der Fellhaare höchstens 4 cm, wobei die Haare glatt, steif und relativ hart sind, wie z.B. beim stockhaarigen Deutschen Schäferhund. Hunde mit mittellangem Fell haben eine Haarlänge von 4 cm bis 7 cm. Als langhaarig gelten Hunde, deren Haare länger als 7 cm sind. Dabei kann das Fell fein und seidig sein, wie es beim Irischen Setter typisch ist, lockig wie beim Havaneser, wollig wie beim Spitz oder zu Kordeln geformt wie beim Komondor.

Oft sind die Haare nicht am ganzen Hundekörper gleich lang. Manche Hunde haben einen Schopf auf dem Kopf oder eine Art Löwenmähne um den Hals, und andere tragen sogar Hosen (lange Haare, die den Bereich hinter den Läufen, unter dem Bauch und an der Rute säumen). Bei sehr langen Haaren an der Rute spricht man von einer Fahne, und die seidigen Haare an der Rückseite der Vorderläufe nennen sich auch Befederung.

Fühlt sich gut an! Streicheleinheiten bekommen sie alle von uns – die Seidigen und die Rauhen, die Glatten und die Zotteligen. Bei der Pflege gibt es aber durchaus Unterschiede.

Glatthaar bzw. Stockhaar

Glatthaar bzw. Stockhaar Hunde mit diesem Fell müssen regelmäßig abgestorbenes Deckhaar und Unterwolle entfernt bekommen. Beide Schichten wechseln nämlich regelmäßig. Es wird mit einem Coat-King, Furminator, Bürste, Kamm und Gummistriegel durchgeführt. Dem Hund bringt die Pflege Erleichterung, das alte Fell juckt nicht in der Haut und neues Wachstum wird angeregt. Nicht zuletzt glänzt das Fell und fungiert Schmutz, Wasser und Sonnenstrahlen abweisend.

 

Rassebeispiele: Labrador, Boxer, Bloodhound, Beagle, Deutsch Kurzhaar, Dalmatiner, Dobermann, Mops, Rhodesian Ridgeback, Schweizer Sennen.

Rauhaar bzw. Drahthaar

Bei diesem Felltyp sollte der Hund regelmäßig getrimmt werden. Trimmen bedeutet, dass das abgestorbene Oberhaar ausgezupft wird. Dies ist deshalb nötig, da das feste Deckhaar bei Erreichen einer bestimmten Länge abstirbt. Durch das Trimmen wird dem Wachstum des neuen Haares ein Impuls verliehen, die Farben des Fells und dessen Struktur bleiben kräftig erhalten und außerdem werden so Hautentzündungen vorgebeugt. Dieses Fell besteht aus 3 Schichten, dem so genannten Rolling Coat. Durch das Entfernen der oberen, abgestorbenen Deckschicht, wird eine zweite, lebendige Deckschicht freigelegt. Zusammen mit der Unterwollschicht ist der Hund u jeder Zeit gut geschützt.

Rassebeispiele: Terrier der Trimmklasse (Parson Russell, Norwich, Norkfolk, Border, Irish, Airdaile, Fox, Westhighland), Rauhaar-Dackel, Schnauzer und alle trimmbaren Mischlinge.

Hunde ohne Unterwolle

haben keinen Haarwechsel und werden deshalb geschnitten bzw. geschoren. Diese Rassen haaren nicht. Häufig ist das Fell sehr weich und fein, sodass es zu Verfilzungen neigt, welche möglichst früh beseitigt werden sollten und im besten Fall bei regelmäßiger Pflege erst gar nicht entstehen.

Rassebeispiele: Pudel, Bichon, Kerry Blue, Soft Coated Wheaten Terrier, Löwchen, Bedlington Terrier, Black Russian Terrier, alle Pudelmischlinge (Labradoodle, Doldendoodle, Maltipoo, Cockapoo etc.), wenn der Pudelanteil dominiert.

Haarkleid mit Unterwolle

Langhaarige Hunde mit glänzender Deckschicht und Unterwolle sollten ebenfalls in regelmäßigen Abständen von abgestorbenem Deckhaar und Unterwolle und Verfilzungen/ Verwollungen befreit werden. Dies erfolgt wie auch beim Glatthaar mit einem Coat-King, Bürste, Kamm und Gummistriegel. Achtung: Der Furminator kappt langes Deckhaar, splisst es und verletzt somit die schützende, glänzende Deckschicht und ist deshalb nicht zu verwenden.

Rassebeispiele: Golden Retriever, Australian Shepherd, Border Collie, Collie, Berner Sennen, Schäferhund, Samojede, Setter, Spaniel, Münsterländer.

Langhaar, teils lockig mit Unterwolle

Bei diesen Hunden wächst eine Unterwolle in fast der gesamten Länge bei, so dass man beide Schichten kaum differenzieren kann. Die Unterwolle wechselt jedoch unterjährig noch stärker als das Deckhaar. So lange noch abgestorbene Unterwolle in der Haut steckt und sich mit dem Deckhaar verwirrt, entstehen starke Verfilzungen. Dieses Haarkleid muss deshalb regelmäßig und intensiv mit Bürste, Spezialstriegeln, Rollkamm und Kamm gepflegt werden. Kürzungen sollten nur mit der Schere vorgenommen werden. Ein Abscheren führt zu noch stärkerer Verwollung und teilweise extremer Lockenbildung, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Rassebeipiele: Bearded Collie, Briard, Tibetterrier.

Langes Fell ohne Fellwechsel

Dieses Fell wächst in die Länge und fällt kaum aus. Das Haar muss bei Bedarf deshalb gekürzt werden. Da zum Haupthaar auch Nebenhaare in der gesamten Länge mitwachsen, empfiehlt sich insbesondere bei den welligen Felltypen wie Havaneser und Bologneser, das Fell nicht mit einer Maschine zu kürzen, da sich die Haarstruktur beim ersten Nachwuchs verändert – es wird lockig und stumpf. Professionell werden auch diese Rassen nur von Hand mit der Schere gekürzt und in Form gebracht. Das Fell muss zudem täglich intensiv gebürstet und gekämmt werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Auch hier gibt es manchmal abgestorbenes, längeres Unterfell, das durch das Bürsten entfernt werden muss. Je nach individueller Fellbeschaffenheit können daher einige Rassen manchmal auch dem Langhaar mit Unterwolle zugeordnet werden.

Rassebeipiele: Havaneser, Bolognerser, Lhasa Apso, Shih Tzu, Malteser, Yorkshire Terrier, Coton de Tulear.





Zurück Willkommen
 

 
 
© by www.pfoetchen-atelier.de